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Das neue Maklergesetz gilt seit dem 23.12.2020Die Maklerprovision wird zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt.
Kurz vor Weihnachten 2020 trat ein neues Gesetz in Kraft, dass die Verteilung der Maklercourtage beim Immobilienverkauf regelt. Wenn eine Immobilie mit Hilfe eines Maklers vermittelt wird, erhält dieser für seinen Aufwand eine Provision. Bisher konnte die Courtage beliebig aufgeteilt werden. Das Gesetz schreibt nun vor, dass sie fair und hälftig geteilt wird. Die neue Regelung gilt seit dem 23. Dezember 2020.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • hälftige Teilung der Courtage
  • Neuregelung gilt nur für Verbraucher
  • Maklerauftrag bedarf der Textform
  • Die Aufteilung der Maklerprovision ist gesetzlich verankert

Die Auswirkungen der geänderten Regelungen und was seitdem beim Kauf oder Verkauf zu beachten ist, erklärt unser Experte und Bereichsleiter Immobilien Peter Fudalej im Interview.

Peter FudalejBereichsleiter Immobilien

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Das Interview mit dem Immobilienexperten Peter Fudalej:Frage: Herr Fudalej, was bedeutet das Gesetz über die Verteilung der Maklerprovisionen für Verkäufer und Käufer konkret?
Peter Fudalej:
Das im Gesetz verankerte „FAIRteilungsprinzip“ legt fest, dass die Provision grundsätzlich zwischen beiden Parteien in gleicher Höhe geteilt werden muss. Ein Makler kümmert sich also aufgrund von zwei getrennten Maklerverträgen mit dem Verkäufer und dem Käufer immer um beide Parteien. Auf Basis dieser Verträge zahlt jeder jeweils nur die Hälfte der Gesamtprovision. Gegen dieses Prinzip verstoßende Maklerverträge sind unwirksam.


Frage: Hat das Auswirkungen auf die Provisionshöhe?
Peter Fudalej:
Die Neuregelung der Maklerprovision definiert nur die Verteilung der Provision, nicht jedoch ihre Höhe. Diese richtet sich weiter nach dem regionalen Markt und dem entsprechenden Aufwand. Aber: Von einem Provisionsnachlass haben jetzt beide Parteien etwas! Das heißt, verringert sich beispielsweise der Provisionsanteil beim Verkäufer, profitiert damit automatisch auch der Käufer.


Frage: Was ändert sich noch?
Peter Fudalej:
Der Vorteil der nun geltenden Regelung ist, dass wir deutlich mehr Verbindlichkeit in den Verkaufsprozess bekommen. Was bisher bei vielen freien Maklern mündlich abgesprochen oder per Handschlag vereinbart wurde, ist jetzt nur noch in Textform gültig. Das bietet Planungssicherheit für alle Vertragspartner.


Frage: Gibt es Ausnahmen von der Regel?
Peter Fudalej:
Das Gesetz regelt ausschließlich den Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen. Bei Mehrfamilienhäusern oder Gewerbeimmobilien kann weiterhin eine individuelle Maklerprovision vereinbart werden.


Frage: Warum sollte man überhaupt einen Immobilienmakler beauftragen?
Peter Fudalej:
Ein professioneller Makler sorgt dafür, dass sich Verkäufer und Käufer entspannt zurücklehnen können. Allein die fachgerechte Einschätzung des Marktpreises einer Immobilie erfordert viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Expertise. Wer hier mit einem falschen Preis startet, kann viel Geld verlieren. Die Prüfung der Interessenten sowie die Besichtigungstermine sind mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden. Und nicht zuletzt sind einige rechtliche Dinge zu beachten, die auch der Laie einhalten muss.

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